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Pfarrkirche Schönau

Pfarrkirche

St. Stephan ist in den Jahren 1890/1991 errichtet worden. Die Pläne für dieses neugotische Gotteshaus stammen von dem Kirchenbaumeister Johann Schott, Bruder des Pfarrers Alois Schott aus Wurmannsquick. Die Kirche ist nach Süden ausgerichtet. Betritt man das Innere, so fühlt man sich an die Raumgestaltung spätgotischer Kirchen in dieser Gegend erinnert. Das Gewölbe ist mit Netzrippen über Schildbogenstellungen bedeckt. Vom Vorgängerbau, der Ende des 15. Jahrhunderts gebaut wurde, blieb nur der Chor erhalten. Er wurde in der jetzigen Kirche als Seitenkapelle auf der Ostseite integriert. Grund hierfür ist, daß St. Stephan 90 Grad aus der ursprünglichen Ost-West-Ausrichtung gedreht wurde. Somit ist gewährleistet worden, daß der Eingang, auf der Nordseite, zum Ortszentrum schaut. St. Stephan war wohl der Versuch, den Baumeistern aus der Spätgotik zu beweisen, wie die gotische Bauweise aussehen hätte können. Sie bemühten sich, die gotischen Details ausgeprägter darzustellen, als dies bei der gotischen Bauweise im 15. Jahrhundert der Fall war. St. Stehpan ist eine Sallkirche mit einem Schiff. Der Turm, seitlich abspringend, wird bedeckt von einem hohen Spitzhelmdach. Als Ausstattung ist besonders der wunderbare Barockaltar hervorzuheben. Er entstand ungefähr 1680. Er beinhaltet die lebensgroßen Schnitzfiguren des HL. Josef und des Hl. Georg. Die Steinigung des Hl. Stephanus, Namensgeber der Kirche zu Schönau, sieht man am Altarblatt. Dieses Kunstwerk stammt noch aus der Zeit der Erbauung von Schönau.

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St. Erasmus zu Heiligenberg

Heiligenberg

Sehr schön liegt die Wallfahrtskirche Heiligenberg auf einer kleinen Anhöhe, wo sie schon lange bevor man Heiligenberg erreicht zu sehen ist. Der Grund, warum die Gläubigen nach St. Erasmus pilgern sind Unterleibsbeschwerden, Koliken und Bauchschmerzen. Warum diese Kirche oder ein Teil davon Auslöser für die Wallfahrten wurde ist nicht belegt. Allerdings zeigen sieben Gemälde eine Reihung von Geschehnissen, die auf die Kultentwicklung Hinweise geben können. Allesamt zeigen verschiedene Arten der Wunderheilung durch den Hl. Erasmus, welche in dem Zeitraum zwischen 1469 und 1498 geschehen sein sollen. Ein graußiges Zeugnis ist die Tatsache, daß bis ins 20. Jahrhundert Tiere für den Heiligen geopfert wurden. Im 15. Jahrhundert wurde an diesem schönen Flecken Erde die erste Kirche errichtet. Von dieser ist aber nurmehr der in der Zeit des Barock umgestaltete Chor erhalten. Im Jahre 1720 wurde ein neues Langhaus erbaut. Von außen zeigt sich Heiligenberg eher dezent und zurückhaltend. Der Kirchturm auf der Westseite ist in seinen unteren Geschossen quadratisch. Er schließt mit einem achteckigen Aufbau, gekrönt von einer liebevoll und ausdrucksstark geformten Zwiebelhaube ab. Innen wurde wie außen auf eine übermäßige Ausgestaltung verzichtet. Die Zurückhaltung bei den Stuckarbeiten kommt vor allem der im frühen 18. Jahrhundert geschaffenen barocken Ausstattung zugute. Durch das Zusammenspiel von Innengestaltung und Innenausstattung ist ein harmonisches und ausgeglichenes Bild entstanden, das sofort beim Betreten der Kirche auf den Besucher wirkt.

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Das Wasserschloß von Schönau

Schloß Schönau

Das Wasserschloß ist im Kern eine mittelalterliche Anlage aus zwei Wohntrakten mit Staffelgiebeln und einem siebengeschossigen Bergfried. Die noch vorhandenen Bauelemente im alten Teil des Schlosses gehen vermutlich auf die Familie Perghofer zurück (um 1480). Im Jahre 1533 geht das Schloß durch Kauf von der Familie Perghofer an die Familie Edelbeck über. 1560 wird Schönau als Sitz und Hofmark angegeben. Seit der Heirat der Barbara Katharina Edelbeck mit Georg Sigmund Riederer von Paar am 24.09.1670 ist das Schloß im Besitz der Riederer Freiherrn von Paar zu Schönau, deren Nachkommen auch heute noch in diesem Prachtbau wohnen. Auf seine jetzige Pracht wuchs der Schloßkomplex durch mehrere Um- und Ausbauten heran. 1867 wurde der königliche Oberhofgärtner Carl Joseph Effner beauftragt, die Parkanlage im Stil eines englischen Landschaftsgartens zu gestalten. Effner entwarf auch den Wintergarten auf dem Dach der Münchener Residenz, die Gartenanlagen von Linderhof und Herrenchiemsee für Ludwig II. von Bayern. Vorbild für den Schönauer Park war der Englische Garten in München, den Rumford angelegt hatte. Der im englischen Landschaftsstil mit zahlreichen exotischen Bäumen angelegte Park ist in erster Linie ein Verdienst der Baronin Rosalie, die damit etwas vom Ambiente ihrer Heimat nach Schönau holte. Der ursprüngliche Park war nur halb so groß wie die heutige Anlage, wurde aber kontinuierlich von C. v. Effner ausgebaut. Beim Umbau des Schlosses 1901 bis 1903 wurde dann das Feichtnerhölzl und der Wald bis zum Fidinger Weiher in die Parkanlage mit einbezogen. Der bis dahin viereckige Schloßweiher erhielt seine heutige geschwungene Form. Neben dem Park ließ Baronin Rosalie eine kleine Gärtnerei anlegen, um die Blumen, auf die sie großen Wert legte, in Glashäusern geschützt ziehen zu können. Auf dem Irleberg wurde ein Pavillion errichtet. Der alte und teils seltene Baumbestand des großzügig angelegten Parks ist ebenfalls einmalig in unserer Gegend. Neben einheimischen Bäumen wie Ulmen, Ahorn, Buchen, Akazien, Linden, Schwarzkiefern, Eiben usw. finden sich exotische Arten wie der Zuckerahorn, amerikanische Eichen, japanische Lärchen, ein Rulpenbaum, Magnolien, Platanen, Thujen und Sumpfzypressen. Besonders eindrucksvoll ist eine riesige Blutbuche. Zeitweilig waren 50 Angestellte nur für Park und Garten zuständig. Seit den 30er Jahren ist der Park öffentlich zugänglich, bis in die 60er Jahre wurde das Schönauer Volksfest im Schloßpark abgehalten. 1951 wurde der Schloßpark und das südlich angrenzende Gelände unter Landschaftsschutz gestellt. Schwerste Schäden im Schloßpark richteten ein Eisregen 1987 und vor allem ein Sturm in der Nacht vom 28.2. zum 1.3.1990 an.

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