Geschichte und Lage

Schönau liegt in der Mitte zwischen den Städten Eggenfelden und Pfarrkirchen sowie dem Markt Arnstorf. Die Gemeinde kann auf eine über 1100-jährige Geschichte zurückblicken. Mit der sogenannten „Moosburger Urkunde“ vom 21. März 890 ist das Bestehen Schönaus erstmalig dokumentarisch nachweisbar.

Anlässlich des 1100-jährigen Jubiläums entstand im Jahre 1991 das „Schönauer Chronikbuch“, welches im Rathaus zu einem Preis von 10,- EUR erworben werden kann.

Chronikbuch bearbeitet

Ein kurzer Ausschnitt aus dem Buch

Frühgeschichte
Eine Siedlung aus der jüngeren Steinzeit (Neolithikum) wurde 1983 in Untergaiching östlich von Untergrasensee entdeckt. Umfangreiche Ausgrabungsarbeiten an diesem für das Rottal einzigartigen neolithischen Fundplatz förderten den Grundriß eines 35m langen Hauses zutage, das vor etwa 7000 Jahren gebaut wurde. Offenbar wohnten unsere steinzeitlichen Vorfahren sippenweise in solchen mit Flechtwerk und Lehm befestigten Häusern zusammen, die bis 50m lang und 8m breit waren und in Fünferreihen errichtet wurden.
Ein weiteres Siedlungsgebiet aus der Jungsteinzeit wurde 1989 am Zeller Bach bei Bauarbeiten an der Kreisstraße zwischen Zell und Jägerndorf entdeckt.
Ein dort gefundenes Steinbeil ist ein weiterer Beweis dafür, daß schon damals im Kollbachtal Bauern ansässig waren. Das Steinbeil, ein typisches Flachbeil der Bandkeramiker 1), wurde von den damaligen Siedlern in einem Holzgriff geschäftet, um es für alle möglichen (Holz)-Arbeiten zu verwenden.
Von diesen neuesten Entdeckungen galt die sogenannte „Biberschanze“ bei St. Georgen zwischen Kraham und Dietersburg als die einzige neolithische Fundstelle im Landkreis.
Bei Grabungen 1914/15 wurden an der Straßenabzweigung Johanniskirchen-Dietersburg-Furth erstmals frühsteinzeitliche Funde gemacht, die lange als die ältesten Zeugnisse einer Besiedlung des Rottals galten. Auf dem selben Platz wo einst die Bandkeramiker siedelten, entstand dann später eine Kultstätte der Kelten. Die Viereckschanze ist schon seit Jahrzehnten abgetragen, und ihre Umrisse sind nur noch mittels Luftbild-Aufnahmen zu erkennen. Um die Fundstelle zu erhalten, wurde sie mit öffentlichen Mitteln als Biotop angekauft. Das Gebiet soll vorerst unberührt und damit versiegelt bleiben. „Die Erde ist der beste Konservator“ lautet ein Grundsatz der Archäologie.